Tobias, Judit und Ester

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Das Buch Tobias

Gott ist in diesem Buch stets gegenwärtig. Diskret wird Gottes Sorge um uns offenbar gemacht. Diese “Heilige Geschichte” mit ihrer Prophetie gibt Impulse zu gottesfürchtigem und daher sittlichem Lebensdenken. Das im 3. oder 4. Jahrhundert v. Chr. entstandene Buch (mit Sicherheit aber 168 v. Chr.) enthält partriarchische Episodenteile genau so, wie als auch heidnische Begebenheiten. So dem Geist des Affens, der Verpflichtung gegenüber den Toten, die Eheschließung in christlichem Glauben. Ester, Judit und Tobias sind Erbarmungsbücher “Midraschim” genannt. (Ein Midrasch = lehrhafte Erzählung, die von biblischen Gestalten ausgeht.) So ist das Buch Tobias (Tobit) eigentlich ein köstlicher Liebesroman. Das Alltägliche in ihm gelangt zu uns in unmerklicher Parallelität Die Hoffnungsfelder der Erzählung, die sich aus dem Dunkel ins Licht entfalten sind Nährboden des religiösen Leitfadens durch die Zusammenhänge der Geschichte hindurch. Glaube, Hoffnung, Liebe (Kor 13,13, aber die Liebe ist die größte unter ihnen) ist der Raum, der diese biblischen Symbole beinhaltet in diesen zu Geschöpfen Gottes erhobenen Gestalten: Tobias und Sara, Tobit, der Vater des Tobias sendet seinen Sohn zur sündigen Menschheit, um ihn danach freizukaufen. Dieses Abenteuer der Bibel ist voll Weisheit, einer Weisheit aber, die von der Liebe getränkt ist. Geschichtlich: Nach dem Untergang des Nordreiches Israels wurde Tobit nach Ninive in Assur als Jude aus dem Hause Naphtala deportiert. Dort lebte er gesetzestreu in wohlhabenden Verhältnissen mit seiner Gattin Hanna, kam zu Ansehen und Reichtum. Als Vater des Tobias begrub er die Leichen der über die Stadtmauer geworfenen Juden, das brachte ihm die Verfolgung des Königs Sanherib ein. Er musste fliehen und verlor wiederum seinen ganzen Besitz in Ninive. Einmal nach Bestattung über der Stadtmauer legte sich Tobit zum Schlafen. Ein Vogelkot kam in seine Augen und er erblindete. Gott vertrauend wurde er von seiner Frau Hanna verspottet: “Barmherzigkeit? Gewaltigkeit? Was bringt es ein?” - Tobit bat Gott, sterben zu dürfen. Um selbiges bat die fromme Jüdin Sara in Ekbatana - eine Verwandte des Tobit - da der Dämon “Aschmodai” ihr sieben Männer vor Vollzug der Ehe in der Hochzeitsnacht getötet hatte. Zu beiden entsandte Gott den (Apostel) Engel Rafael. Dieser brachte unmerklich den Sohn Tobias zur medischen Stadt Rages. Beim Fang eines großen Fisches aus dem Tigris gab der Engel Rafael Tobias den Rat, Herz, Leber und Galle des Tieres aufzubewahren, denn wenn Jemandem der Dämon innewohnt, soll man in seinem Beisein diese Innereien verbrennen, damit er von der Plage des bösen Geistes befreit werde. Weiße Flecken in den Augen soll man mit der Galle des Fisches bestreichen, was Heilung bringt (von Blindheit) Unterwegs übernachteten Tobias und Sara bei deren Familie, was die Verheiratung nach sich ziehen sollte. In der Hochzeitsnacht vertrieb Tobias durch Verbrennen von Herz und Leber den Dämon. Bei der Rückkehr nach Ninive wurde auch Tobit von der Blindheit so befreit. Dort dann feierte man die Hochzeit in großem Umfang. Als aber Tobit und Tobias ihren Reisegefährten reich entlohnen wollten, erkannten sie in ihm den Engel, der dann plötzlich entschwand...

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