Könige

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2 Kön 4 / 2 Kön 4,8 / 2 Kön 4,38 – Elisa mehrt das Öl der Witwe / Elisa verheißt der Sunemiterin einen Sohn und erweckt das tote Kind / Elisa macht schädliche Speise gesund und speist viele mit zwanz

Eine Frau schrie unter den Frauen der Prophetenjünger zu Elisa: Dein Knecht, mein Mann, ist gestorben. Du weißt, dass er Gott fürchtete. Nun will ein Schuldner meine beiden Kinder zu leibeigenen Knechten wegnehmen. Elisa sprach: Was hast du im Hause? “Einen Ölkrug, sonst nichts”, antwortete sie. Elisa sprach: Geh hin und erbitte draußen von allen Nachbarzimmern leere Gefäße, aber nicht zu wenig. Dann geh ins Haus, schliesse die Tür zu hinter dir und deinen Söhnen und giess in alle Gefäße, dann stelle sie beiseite. Als dies alles von ihr getan, sprach sie zu ihrem Sohn: Reich mir noch ein Gefäß her! Doch es war keines mehr da. Da stand das Öl und Elisa sprach: Geh hin und verkaufe es und bezahle deine Schulden, vom übrigen ernährt euch. Es ging eines Tages Elisa nach Sunem. Da war eine reiche Frau, die einwilligte, dass er bei ihr aß. Dies tat er, sooft er durchkam in Sunem. Und sie machte dem heiligen Mann Elisa eine Kammer mit Tisch, Stuhl und Leuchter. Eines Tages begab sich’s, dass er wieder dort einkehrte und in der Kammer schlief. Danach sprach er zu seinem Diener Gehasi sie, die Sunemiterin, zu rufen. “Du hast uns all diesen Dienst getan, was soll ich nun dir tun?” sprach er zu ihr. “Ach”, sprach Gehasi, “sie hat keinen Sohn und ihr Mann ist alt.” Elisa sprach zu ihr: “Über’s Jahr sollst du einen Sohn haben” als sie unter der Tür stand. Sie sprach: Herr, täusche deine Magd nicht, du Mann Gottes. Und sie ward schwanger und gebar einen Sohn. Als er aber groß wurde, begab sich’s, dass er hinaus zu seinem Vater zu den Schnittern ging. Er jammerte: O mein Kopf, mein Kopf! Der Vater befahl einem Knecht, ihn zu seiner Mutter zu bringen. Sie setzte ihn bis zum Mittag auf ihren Schoß, da starb der Knabe. Sie legte ihn in der Kammer des heiligen Mannes aufs Bett, schloss zu und ging hinaus. Sie rief ihren Mann: Schicke mir einen Knecht und eine Eselin. Ich will zum Mann Gottes eilen. Er sprach: Warum dies, es ist weder Neumond noch Sabbat? Doch sie ritt und kam zum Manne Gottes, der sie kommen sah und seinen Diener Gehasi zu ihr schickte, sie zu fragen, ob es ihr gut gehe. Sie sprach: Gut! Doch als sie auf den Berg kam, umfing sie seine Füße. Gehasi wollte sie jedoch wegstoßen. Aber Elisa sprach: Lass sie, ihre Seele ist betrübt und der Herr hat mir’s verborgen. “Wann habe ich einen Sohn erbeten von meinem Herrn?” sprach sie, “sagte ich nicht, du sollst mich nicht täuschen?” Elisa sprach zu Gehasi: Gürte deine Lenden und nimm meinen Stab und wenn dir jemand begegnet, so grüße nicht und grüßt dich jemand, so danke ihm nicht und lege meinen Stab in des Knaben Antlitz. Gehasi tat es. Aber es war keine Stimme und kein Empfinden. So ging er zurück. Da kam Elisa ins Haus, ging in die Kammer und betete zu dem Herrn. Dann legte er sich auf das Kind und seinen Mund auf des Kindes Mund, seine Augen auf dessen Auge, seine Hände auf dessen Hände und breitete sich über den Knaben. Da wurde er warm. Er aber stand wieder auf und ging im Haus einmal hierhin und dahin und stieg wieder aufs Bett und breitete sich über ihn. Da nieste der Knabe siebenmal. Danach macht er seine Augen auf. Da rief Elisa Gehasi und sprach: Ruf die Sunemiterin. Sie kam hinein und fiel wieder zu seinen Füßen, neigte sich nach unten, nahm ihren Sohn und ging hinaus. Als aber Elisa nach Gilgal kam, war eine Hungersnot. Die Prophetenjünger saßen vor ihm. Da gab er seinem Diener aus einem großen Topf Gemüse zu kochen für sie. Auf dem Felde sammelte einer Kraut und wilde Gurken und schnitt es in den Topf - sie kannten es aber nicht - und legte es den Männern zum Essen vor. Und als sie aßen, schrien sie und sprachen: O, Mann Gottes, der Tod ist im Topf! Denn sie konnten’s nicht essen. Er aber sprach: Bringt Mehl her und tut’s in den Topf und legt’s den Leuten vor. Das war nichts Böses mehr im Topf. Ein Mann kam von Baal-Schalischa und brachte Erstlingsernte, zwanzig Gerstenbrote. Elisa befahl seinem Diener: Gib’s den Leuten, dass sie essen. Sein Diener erwiderte: Wie soll ich zwanzig Brote unter hundert Leuten teilen? Der Herr spricht: Man wird essen und es wird übrigbleiben!

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