Briefe

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Hebr - Hebräer

Weder Name des Absenders noch den des Empfängers nennt dieser aus dem 2.Jahrhundert stammende Brief. Mit einem getragenen Prolog beginnt die Schrift, die sich in den Kapiteln nach erklärt. Prophetisch wird die Menschwerdung des Messias aufgerollt und lässt das gesammte Alttestamentarische auf Christus hindeuten. Wer den Brief sicherlich nicht schrieb, ist Paulus oder einer seiner Anhänger. Da Einflüsse kuortischer Art, aber auch alexandrinisch-hellenistische Züge bis hin zu den Qumranmenschen durch die Textur sich schlängelt, ist es umstritten, ob der Brief an Judenchristen oder aber an Heidenchristen, was mehr an Thesen aufwartet, verfasst wurde. Hebräer nennt man in der rabbinischen Literatur die in Palästina geborenen Juden (aus zelebrierenden Anlässen so genannt). während die in der Diaspora Zerstreuten - im gesammten römischen “Weltreich” schwer zu leiden hatten (unter den Römern). was dann nach Titus im Jahre 29. August 70 n.Chr. zur Zerstörung Jerusalems führte. Gleichsam die Auslöschung der Hebräer bedeutete. Der gepflegte Stil des kleinen Buches ist für das Neutestamentliche recht einmalig und könnte eher einem Apollos aus Alexandria, der redegewandt und in den Schriften kundig war, zugedacht werden. “An die Hebräer” ist erst viel später terminologisiert worden und hat keinen profunden Anlass. Das einem Traktat oder einer Predigt eher ähnelnde Werk hat erst am Schluss briefartigen Charakter. Gleichwohl jedoch wird das Thema dem Christus als Hohenpriester gewidmet. Die sittlichen Unterweisungen, die von Jesus gebahnten Wege und das ständige Ausharren der in Paronie lebenden Gläubigen, ist der tragende Hintergrund dieses “Briefes”. Da er lange dem Paulus hingeordnet wurde, steht diese Schrift am Ende des Kanons der Paulusbriefe. Lediglich die lutherische Kirche stellt ihn hinter die drei Johannesbriefe.

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